Kunst und Handwerk

 
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Keramikherstellung

 

Die keramische Kunst hat sich erheblich im eften Jahrhundert mit einer breiten Vielfalt an Formen und transparenten Glasuren entwickelt, als das Land die Unabhängigkeit wiedererlangte. In Keramiken wurden damals vor allem Lotusblütenblätter (mit Buddhismus verbunden) und stilisierte Blumen dargestellt.  

 

Seit dem 15. Jahrhundert wurden vietnamesische Keramiken bereits nach Japan exportiert. Bat Trang Dorf (15 km von Hanoi entfern) ist das wichtigste Produktionszentrum für Keramik. Ton, Kaolin und mineralische Oxiden dienen als die hauptsächlichen Materialien bei der Keramikherstellung.   

 

          Keramikherstellung in Binh Duong                                           Ein keramisches Produkt von Bat Trang 

 

Papierherstellung

 

Im dritten Jahrhundert begann die Vietnamesen mit der Papierproduktion. Das Papier wird aus der Rinde der Do-Pflanze, die in Zentralvietnam wächst, hergestellt.

 

Die Rinde wird in Kalkwasser eingeweicht und mehrere Tage lang gekocht. Danach wird es mit einem Stößel zu Brei zerquetscht, bis eine weiße Paste entsteht. Nach dem Kochen wird diese Paste weiter mit einem pflanzlichen Leim gemischt und auf einem Sieb abgegießen, um ein Papierblatt zu bilden. Gefolgt ist das Trocknen und Bügeln vor dem Drucken.

 

Holzschnitt

 

Traditionelle Holzschnitte, die hauptsächlich für das Tet-Fest genutzt werden, werden dadurch hergestellt, dass man hölzerne kolorierte Druckstöcke auf das traditionelle Do-Papier presst. Tiere (wie Hühner, Hennen, Küken, Schweine, Lehrer-Kröte…), Menschen (schöne Mädchen, Büffeljunge…) und Szenen aus dem alltäglichen Leben (Eifersucht, Kokonussernte…) zählen zu den beliebtesten Themen dieser Bilder. Originelle Holzschnittbilder kann man vor allem in dem Dong Ho Dorf in der Bac Ninh Provinz (35 km von Hanoi) und der Hang Trong Gasse in der Altstadt Hanois erwerben, wo man sich seit vielen Generationen mit der Volksmalerei beschäftigt. 

 

 

Lackkunst

 

Die Kunst der Lackverarbeitung erlernten Vietnamesen im 15. Jahrhundert. Der vietnamesische Lack wird aus dem Wundsaft des Lackbaumes gewonnen, der über hervoragende Haftigkeit und Glanz verfügt. Traditionell hat er nur 3 Farben: braun, schwarz und zinnoberrot. In den 1930er Jahren nahmen die Künstler eine neue Technik namens “Chiseling” an, um das Farbenspektrum zu erweitern und perspektive und Volumeneffekte zu erzeugen.

 

Die Herstellung eines Lackproduktes besteht aus mehreren Schritten (Prüfung des Rohholz-Produktes, Umwickelung des Gegenstandes mit Baumwoll-Gaze, Herstellung der Lackmischung, Lackierung, Polierung des Produktes unter Wasser mit Steinen), dabei wird die Qualität des Produktes durch die Anzahl der Lackschichten bestimmt. Die anspruchsvolle Fertigung eines Lackstückes braucht mehrere Tage, selbst die Herstellung einer einfachen Schüssel dauert circa 30 Tage.