Vietnamesische Dorfkultur

 
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Jedes Dorf hat ein Schutzgeist, der auf dem Altar im Gemeinschaftshaus (Dinh) verehrt wird. Einmal im Jahr wird der Altar zu dem Dorfteich für eine feierliche Prozession gebracht. Die meisten der lokalen Gottheiten sind Kriegshelden, die mystifiziert und mit dem langen turbulenten Geschichten des Volkes verbunden sind. In einigen Dörfen Nordvietnams diskutiert man jetzt über die Ersatzmöglichkeit des traditionellen Schutzgeistes.  

 

Das kuturelle und politische Herz eines Dorfes ist das Gemeinschaftshaus, wo die Verwaltung den Sitz hat und wo die Dorfbewohner wichtige Probleme vor einem Dorfrat örtlicher Prominenz angehen. Dieser Rat  wird von einem Vorsitzende geleitet, der die Macht mit dem Dorfchef teilt, dessen Rolle heute aber weniger wichtig ist.  

 

 

Ein Komitee von Mitgliedern der Kommunistischen Partei ist zuständig für alltägliche Angelegenheiten. Sowohl der Dorfrat als auch diese Komitee haben ihren Sitz im Zentrum des Dorfes, also in Räumlichkeiten, die den Führungsstab beherbergen und Plätze für wichtige Versammlungen bieten, dadurch wird die landwirtschaftliche Genossenschaft  auch gewährleistet.

 

In einem Dorf gelten die Tempel als die Zentren des sozialen und spirituellen Lebens. Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus, die wichtigsten Religionen des Landes, mischen sich miteinander und bilden eine Mainstream-Religion, parallel zu Ahnen- und Gottesverehrung.